Toolcraft setzt auf zusätzliche Kapazität für Metall-Additive-Manufacturing: Das Unternehmen nimmt eine Farsoon FS722 in Betrieb. Die Anlage soll größere Metallbauteile und Serienfertigung ermöglichen. Als Gründe nennt Toolcraft eine positive Auftragslage sowie gestiegene Kundenanforderungen an Bauteilmaße und Fertigungsvolumen. Die FS722 arbeitet im Laser-Pulverbettverfahren, bei dem Metallpulver Schicht für Schicht mit einem Laser aufgeschmolzen wird. Angaben zu Investitionssumme oder Liefertermin liegen im Bericht nicht vor.
Peopoly bringt den Giga 800 nun in den allgemeinen Verkauf. Der großformatige Drucker verarbeitet Kunststoffgranulat statt Filament im Verfahren Fused Granulate Fabrication (FGF). Der Bauraum misst 800 × 800 × 800 Millimeter und ist auf große Funktionsteile und Werkzeuge ausgelegt. Laut Bericht beginnt der Preis bei 15.000 US-Dollar. Für industrielle Anwender erweitert die Markteinführung das Angebot um eine granulatbasierte Option für sehr große Bauteile.
Stratasys hat einen neuen 3D-Drucker für die Serienproduktion angekündigt, der auf der Formnext 2026 in Frankfurt im kommenden Monat vorgestellt werden soll. Zusätzlich plant das Unternehmen das europäische Debüt seines F870. Auf der Messe will Stratasys außerdem Anwendungen in der Fertigung mit Toyota und GM zeigen. Name und technische Daten der neuen Maschine sollen erst auf der Messe bekannt gegeben werden, weshalb derzeit keine Angaben zu Bauvolumen, Materialien oder Preis vorliegen. Die Ankündigung zeigt, dass Stratasys die additive Fertigung stärker in Richtung höherer Stückzahlen ausrichtet, ein Segment, in dem Automobilhersteller bereits Anwendungen erproben.
Instruct3D will die Qualitätssicherung im Metall-3D-Druck stärker mit der Prozessentwicklung verbinden. Nach der Konferenz ICAM 2026 in Orlando hat das Unternehmen dafür seine Software AdditiveOS vorgestellt. Laut Bericht sollen Messwerte aus laufenden Fertigungsaufträgen erfasst, mit physikalischen Modellen verglichen und für spätere Aufträge nutzbar gemacht werden. Weitere Angaben zu Funktionsumfang, Kunden oder Verfügbarkeit enthält der kurze Bericht nicht. Ziel des Ansatzes ist eine gleichbleibende Prozessqualität in der additiven Fertigung von Metallen.
Bambu Lab bereitet die Markteinführung des S1, des ersten 3D-Scanners des Unternehmens, vor. Die Verfügbarkeit ist für November 2026 vorgesehen. Laut Bericht sind bislang nur wenige Informationen bekannt. Auf der offiziellen Website des Herstellers ist ein Bild des Geräts veröffentlicht. Angaben zu technischen Daten, Scanverfahren oder Preis nennt der Bericht nicht. Bambu Lab ist vor allem für Desktop-3D-Drucker bekannt, der Schritt weitet das Portfolio auf das 3D-Scanning aus. Weitere Details, etwa zu Spezifikationen und Preis, dürften vor dem Marktstart folgen.
Phase3D hat die nächste Generation seiner Fringe-Inspection-Reihe vorgestellt, eine Hardware, die speziell für die Prüfung von Bauteilen aus dem Laser-Pulverbettschmelzen entwickelt wurde. Laut Ankündigung steckt in dem Produkt ein Entwicklungsprojekt über mehrere Jahre. Beim Laser-Pulverbettschmelzen schmilzt ein Laser Metallpulver Schicht für Schicht auf, weshalb Prüfsysteme für Qualitätsingenieure und Fertigungsverantwortliche in der additiven Fertigung von unmittelbarem Interesse sind. Weitere technische Daten, Preise oder Liefertermine nennt die Quelle nicht.
Solukon hat die SFM-AT850 vorgestellt, eine Anlage zur Entpulverung großer Metallbauteile aus der additiven Fertigung. Das Unternehmen reagiert damit auf die wachsende Nachfrage nach großformatigem Metalldruck, bei dem das Entfernen von anhaftendem Pulver an komplexen Bauteilen zum Engpass werden kann. Laut Bericht erhöht die Anlage die Kapazität deutlich. Angaben zu Durchsatz, Abmessungen oder Preis enthält die Quelle nicht, weshalb diese Punkte offen bleiben. Die Entpulverung ist ein Nachbearbeitungsschritt, der die Planung der Produktion beeinflusst, weil er bestimmt, wie zügig große Bauaufträge aus der Baukammer entnommen und für die nächste Stufe gereinigt werden können.
Lynxter hat ein neues Zusatzmodul für den Silikon-3D-Druck vorgestellt, mit dem das Unternehmen eine höhere Produktivität erzielen will. Die Angaben stammen aus einem Bericht des Magazins TCT Magazine, der eine Aussage des Herstellers wiedergibt. Technische Daten, Durchsatzwerte, Preise und Verfügbarkeit des Zusatzmoduls liegen in der vorliegenden Quelle nicht vor und lassen sich daher nicht überprüfen. Silikon ist ein Nischenmaterial in der additiven Fertigung für flexible, elastomere Bauteile. Ingenieure, die den Prozess bewerten, sollten detaillierte Herstellerangaben abwarten, etwa zu erreichbaren Bauraten, unterstützten Druckern und Materialkompatibilität.
In Neratovice in Tschechien entsteht derzeit eine 3D-gedruckte Kirche, die vermutlich zu den größten ihrer Art weltweit zählt. Der Komplex aus Dreifaltigkeitskirche und Gemeindezentrum, benannt nach Kardinal Josef Beran, soll im Jahr 2028 eröffnet werden. Der Bericht erwähnt zudem das Kirchenschiff, der vorliegende Text ist jedoch nur ein kurzer Anriss. Angaben zu Druckverfahren, Materialien und eingesetzten Druckern fehlen daher. Das Projekt zeigt, dass großformatiger Druck von Gebäudehüllen für sakrale und gemeinschaftliche Nutzung zunehmend von der Planung in den Bau übergeht.