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Luftfahrt und Verteidigung

GKN Aerospace erhält Nadcap-Akkreditierung für Laser-Draht-DED in Trollhättan

GKN Aerospace hat für sein Verfahren Laser Wire Directed Energy Deposition (L-DED-w) am Standort Trollhättan in Schweden die Nadcap-Akkreditierung erhalten. Nadcap ist ein in der Luftfahrt weit verbreitetes Programm für spezielle Fertigungsprozesse. Geprüft wurden unter anderem Qualitätsmanagement, Rückverfolgbarkeit, Prozesskontrolle, Anlagen, Personalqualifikation und der Umgang mit Werkstoffen. Das Unternehmen sieht darin eine unabhängige Bestätigung seiner L-DED-w-Prozesse und einen Schritt hin zum Einsatz in der Serienfertigung von Flugzeugen. GKN Aerospace liefert bereits zertifizierte, generativ gefertigte Bauteile für fliegende Produkte. 2024 investierte das Unternehmen über 600 Mio. SEK in eine neue Fabrik in Trollhättan, um die additive Fertigung zu industrialisieren.

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Forschung

Innsbruck erweitert Forschung um Elektronenstrahl-Metalldrucker für Hochtemperaturlegierungen

Die Universität Innsbruck hat eine Calibur3-Anlage für das metallische Elektronenstrahlschmelzen des britischen Anbieters Wayland Additive installiert. Die Finanzierung stammt aus dem Forschungsinfrastrukturprogramm 2024 der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft. Die Anlage soll die Entwicklung von Werkstoffen und Prozessen vorantreiben, insbesondere für schwer verarbeitbare Legierungen und Anwendungen bei hohen Temperaturen. Ausschlaggebend war laut Universität die aktive Ladungsneutralisierung NeuBeam. Andere Anlagen dieses Typs benötigen dafür ein aufwendiges Vorsintern des Pulverbetts, um Rauchentwicklung durch elektrostatische Aufladung zu begrenzen. Der offene Aufbau und der kleine Bauraum erlauben es Forschenden, Scanstrategie, Strahlparameter und Energieeintrag während des Prozesses anzupassen. Die Universität bezeichnet die Anlage als erste ihrer Generation in Österreich. Sie dient damit vor allem dem Vergleich von Elektronenstrahl- und Laserprozessen im Pulverbett, nicht einer Steigerung der Produktionskapazität.

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Wirtschaft

Materialise: Umsatz im dritten Quartal steigt, Gewinn sinkt durch Medical-Forschung

Materialise meldete für das dritte Quartal 2026 einen Umsatz von 67,7 Millionen Euro, ein Plus von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bereinigt um die verkauften Geschäftsbereiche RapidFit und Eyewear betrug das Wachstum 4,9 Prozent. Der Nettogewinn sank auf 1,38 Millionen Euro, das operative Ergebnis auf 1,34 Millionen Euro, während die Betriebskosten um 7,8 Prozent stiegen. Der Medizinbereich wuchs um 9,7 Prozent auf 36,5 Millionen Euro und stellt rund 54 Prozent des Konzernumsatzes, die Ertragskraft ging jedoch wegen höherer Ausgaben für Forschung und Entwicklung zurück. Im Geschäftsbereich Manufacturing stieg der bereinigte Umsatz um 1,5 Prozent, die Serienfertigung legte um mehr als 30 Prozent zu, getragen von Luftfahrt-, Halbleiter- und Verteidigungskunden. Die Softwaresparte verlor etwa 4,1 Prozent Umsatz, da Kunden mit Fokus auf Serienproduktion längere Entscheidungszeiten haben. Die Prognose für das Gesamtjahr bleibt bei 273 bis 283 Millionen Euro Umsatz und 12 bis 14 Millionen Euro bereinigtem EBIT. Ende September verfügte das Unternehmen über 82,5 Millionen Euro Nettoliquidität.

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Industrielle AM

CoreTechnologie erweitert 4D_Additive um Jobvorbereitung und Verzugssimulation

CoreTechnologie hat zur Formnext 2026 die Version 1.8 SP1 seiner Software 4D_Additive vorgestellt. Das Update zielt auf die Vorbereitung additiver Fertigungsaufträge, damit wiederkehrende Schritte vor dem Druck entfallen. Über das neue Format 4dam lässt sich die Software an ein Manufacturing Execution System (MES) anbinden. Hinzu kommen eine Verzugssimulation für metallische Bauteile und Werkzeuge zur Bearbeitung der Geometrie. Der Bericht ist eine Kurzmeldung, weitere Angaben zu Verfügbarkeit oder Preis liegen nicht vor.

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Forschung

Forschung testet Einbettung von Keimkristallen in Platinschmuck per Druck

Am Centre for Print Research der University of the West of England entwickeln Forschende ein hybrides Verfahren, bei dem Keimkristalle während des Druckens in Platinbauteile eingebracht werden. Im Projekt neo-gemstone unter Leitung von Sofie Boons sollen nach dem Druck Rubine und Saphire in den Schmuckfassungen wachsen. Als Ausgangsmaterial sind unter anderem Reste und Verschnitt bestehender Edelsteine vorgesehen. Der Bericht ist eine kurze Vorschau, Angaben zu Prozessparametern, Zeitplan oder Ergebnissen fehlen. Die Arbeit befindet sich im Forschungsstadium und zeigt, wie additive Fertigung gedruckte Metallstrukturen mit Kristallwachstum verbinden könnte.</summary_de>

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Forschung

Turku ergänzt Metalldrucker um Mehrpulver-Recoater für Fusions- und Luftfahrtteile

Die Universität Turku in Finnland hat einen Mehrmaterial-Recoater in ihren Aconity MIDI+ Metalldrucker integriert. Die Einheit Schaeffler Aerosint SPD2.1-B5 nutzt drei Pulvertrommeln, um verschiedene Metallpulver vor dem Laserschmelzen in ausgewählten Bereichen einer Schicht aufzubringen. Die Anlage dient zunächst Untersuchungen zu Bauteilen für Plasmakomponenten in der Fusionsenergie und im Luftfahrtantrieb, bei denen hitzebeständige und wärmeleitende Zonen kombiniert werden. Die Universität betont, dass das gezielte Platzieren von Pulvern allein kein zuverlässiges Bauteil ergibt. Passende Materialpaarungen, Prozesseinstellungen und tragfähige Grenzflächen müssen noch bestimmt werden. Finanziert wird das Vorhaben über das Projekt AM4Plasma im EUREKA-Netzwerk, unterstützt von Business Finland. Parallel laufen Arbeiten an der University of Nottingham zu IN718- und GRCop-42-Grenzflächen sowie im DIADEM-Programm zur Wolfram-Kupfer-Übergangsschicht.

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Wirtschaft

Metall gewinnt bei finanzierten chinesischen AM-Anbietern, US-Luftfahrt hält Niveau

Eine Auswertung von AMPulse zu Eigenkapitalfinanzierungen von 2021 bis 2025 zeigt unterschiedliche Entwicklungen in China und den USA. In China sank die Zahl der finanzierten AM-Anbieter von 117 (2021-2022) auf 100 (2024-2025), während metallorientierte Unternehmen von 49 auf 53 stiegen. Ihr Anteil wuchs von rund 42 % auf 53 %, Polymer-Anbieter fielen von 46 auf 16. In den USA blieb der Metallanteil bei etwa 28 %. Die Zahl der finanzierten US-Unternehmen sank von 90 (2021) auf 61 (2025), die Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung bewegte sich jedoch jährlich zwischen 18 und 21 Firmen und stellte 2025 rund 34 % der Gruppe. Die Auswertung zählt erfasste Empfänger, nicht investierte Summen. AM Research beziffert den Servicebereich 2025 auf rund 53 % des 16-Milliarden-Dollar-Marktes.

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Luftfahrt und Verteidigung

Rolls-Royce bestellt 3D-gedruckte Titanteile bei Norsk Titanium

Rolls-Royce hat bei Norsk Titanium ein additiv gefertigtes Bauteil aus Titan bestellt. Das Bauteil besteht aus der Legierung Ti-6Al-4V, die in Flugtriebwerken häufig eingesetzt wird. Laut Bericht könnte das Teil in den laufenden zivilen Triebwerksprogrammen von Rolls-Royce zum Einsatz kommen. Angaben zu Stückzahlen, Lieferterminen, Auftragswert oder zur Fertigung des Teils liegen nicht vor. Die Bestellung zeigt, dass die additive Fertigung von Metallen im zivilen Triebwerksbau weiter an Bedeutung gewinnt, wo Titanbauteile strenge Zulassungsanforderungen erfüllen müssen.

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Industrielle AM

Toolcraft ergänzt Metalldruck um Farsoon FS722 mit acht Lasern

Toolcraft setzt auf zusätzliche Kapazität für Metall-Additive-Manufacturing: Das Unternehmen nimmt eine Farsoon FS722 in Betrieb. Die Anlage soll größere Metallbauteile und Serienfertigung ermöglichen. Als Gründe nennt Toolcraft eine positive Auftragslage sowie gestiegene Kundenanforderungen an Bauteilmaße und Fertigungsvolumen. Die FS722 arbeitet im Laser-Pulverbettverfahren, bei dem Metallpulver Schicht für Schicht mit einem Laser aufgeschmolzen wird. Angaben zu Investitionssumme oder Liefertermin liegen im Bericht nicht vor.

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Wirtschaft

Precision Resource eröffnet zwei US-Standorte für Metalldruck mit 3D-Systems-Anlagen

Der US-Fertigungsspezialist Precision Resource richtet an den Standorten Huntington Beach in Kalifornien und Shelton in Connecticut zwei zusätzliche Werke für additive Fertigung ein, die mit Druckern von 3D Systems ausgestattet werden. Geplant sind neue Druckanlagen, eine eigene Wärmebehandlung und zusätzliche Kapazitäten für die Präzisionszerspanung. Ziel ist ein durchgängigerer Weg vom gedruckten Rohteil zum fertigen Bauteil für kommerzielle Kunden und die Verteidigungsindustrie. Der Betrieb soll in den Werken im Lauf des ersten Quartals 2027 starten. Angaben zur Anzahl der Anlagen oder zum Investitionsvolumen liegen nicht vor.

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