Tom's Hardware hat den Anycubic Photon P1 MAX getestet, einen größeren Resindrucker, der den Mono M7 Max ablöst und das Design des kleineren Photon P1 übernimmt. Er bietet ein monochromes 12K-Display, ein beheiztes Harzbecken und eine Displayabdeckung namens Wave Release. Der Tester bewertet ihn positiv, bemängelt aber eine frühe Firmware mit Fehler bei der Plattform-Nivellierung.
Die wichtigsten Fakten
Vorverkaufspreis 1.103 Dollar, danach 1.149 Dollar; Veröffentlichung am 22. Juli 2026
Display: 12K-Monochrom-LCD mit 24,8 Mikrometer XY-Auflösung
Beheiztes Harzbecken hält 35 °C und fasst bis zu 1,9 Liter Harz
Testfigur mit 0,05 mm Schichthöhe: 7 h 24 min und rund 5 Dollar Harz
Kontext Wave Release ist Anycubics Bezeichnung für eine Spezialabdeckung über dem LCD, die das Ablösen ausgehärteter Schichten von der FEP-Folie am Beckenboden erleichtern soll.
Was bietet der Photon P1 MAX?
Der Drucker folgt auf den Mono M7 Max und übernimmt Optik und Innenraum des kleineren Photon P1. Der Bauraum misst rund 285 x 214 x 300 mm, das Licht stammt von einer Chip-on-Board-Quelle mit Reflektor und asphärischer Fresnel-Linse. Das Display ist ein 1-Zoll-12K-Monochrompanel mit 24,8 Mikrometer Auflösung in X und Y und einer normalen Belichtungszeit von 2 Sekunden. Bedient wird er über einen 4,5-Zoll-Touchscreen, Dateien kommen per USB oder WLAN. Das Gerät wiegt 23,1 kg.
Welche Hardware-Details hob der Tester hervor?
Die Bauplattform wird mit einem Klapphebel verriegelt, das Harzbecken lässt sich einschieben, es sind also keine losen Schrauben nötig. Das Becken ist beheizt und hält 35 °C; frühere Anycubic-Modelle hätten laut Tester die Heizung nach dem Start oft abgeschaltet. Eine Abtropfschale fängt Harz von der Bauplattform auf, das Becken fasst bis zu 1,9 Liter. Wave Release ist eine Spezialabdeckung über dem LCD, die Luftblasen zwischen FEP-Folie und Display verhindern und die Abziehkraft glätten soll. Die Nivellierung nutzt eine druckbasierte Hilfe.
Welche Probleme und Druckergebnisse wurden berichtet?
Das Testgerät lief mit früher Firmware. Nach der automatischen Nivellierung fuhr die Plattform rund 100 mm hoch und musste ein zweites Mal manuell justiert werden; der Tester hofft auf einen Patch, damit es wie beim kleineren P1 funktioniert. Auf der Rückseite gibt es eine Gummitülle für einen Abluftanschluss, ein Schlauch liegt nicht bei. Mit Anycubic-Standardharz dauerte eine geteilte Tyrael-Figur bei 0,05 mm Schichthöhe 7 h 24 min und brauchte 254 ml Harz, etwa 5 Dollar. Ein vergrößerter Lord of Terror benötigte 14 h 15 min, eine zweiteilige Hundemaske 6 h 5 min und 519 ml. Photon Workshop liegt bei, auch Chitubox und Lychee unterstützen das Gerät.
Was das bedeutet
Dies ist ein Test für Hobby- und Verbrauchermarkt, der direkte Bezug zur industriellen additiven Fertigung ist daher gering. Für kleine Fertigungsbetriebe taugen solche Drucker vor allem für Anschauungsmodelle, Passungsprüfungen und unkritische Prototypen, bei denen Harzkosten von wenigen Dollar je Teil attraktiv sind. Prozessdokumentation oder Materialqualifizierung fehlen, für Endanwendungen oder regulierte Teile eignen sie sich nicht. Die hier berichtete frühe Firmware ist ein Grund, den Update-Stand zu prüfen, bevor man sich auf ein Gerät verlässt.
Häufige Fragen
Was kostet der Anycubic Photon P1 MAX?
Im Vorverkauf kostet er 1.103 Dollar und soll danach auf 1.149 Dollar steigen. Als Veröffentlichungsdatum wird der 22. Juli 2026 genannt.
Welche Slicer funktionieren mit dem Photon P1 MAX?
Anycubics Photon Workshop liegt auf dem mitgelieferten USB-Stick. Auch Chitubox und Lychee unterstützen den Drucker.
Hat der Tester Mängel gefunden?
Das Testgerät lief mit früher Firmware und zeigte einen Nivellierfehler, bei dem die Plattform etwa 100 mm hochfuhr und ein zweites Mal justiert werden musste. Ein Abluftschlauch für den hinteren Anschluss ist nicht enthalten.